Große Namen sind keine Beweise
Riemenschneider, Grünewald, Wolgemut und andere Namen besitzen enorme Anziehungskraft. Genau deshalb sind sie riskant. Eine ältere Zuschreibung kann ein wertvoller Hinweis sein, aber sie ist kein moderner Forschungsstand. Die Website darf solche Namen nicht als Schmuck verwenden.
Die Regel ist hart: „zugeschrieben“, „Werkstattnähe“, „ältere Zuschreibung“, „Kopie“, „heutiger Forschungsstand“ und „ungeprüft“ sind verschiedene Aussagen. Sie müssen im Text verschieden klingen.
Objekte statt Namensglanz
Die Stadtkirche liefert die wichtigsten Prüfstücke: Hochaltar, Marienaltar, Sakramentshäuschen, Urbanusfigur, Ölberggruppe, Grabmäler und versetzte Objekte. Jedes Stück braucht Material, Standort, Datierung, Quelle, ältere Zuschreibung, heutige Bewertung und Bildnachweis.
Die Seite entlastet damit die Stadtkirchen-Seite. Dort bleibt die Kunst im Gebrauchskontext; hier wird die Zuschreibungsdisziplin explizit.
Statuswörter als Schutz gegen falsche Sicherheit
Ein sauberer Kunsttext lebt nicht davon, möglichst große Namen zu nennen. Er lebt davon, die Aussagekraft exakt zu begrenzen. Das ist weniger spektakulär, aber wissenschaftlich besser.